Kloster Tserkarmo

Das Kloster hatte seine Blütezeit während der Regentschaft von König Chogyal Nyima Namgyal, der von 1680 bis 1720 in Ladakh regierte. Er war so beeindruckt von der Gelassenheit und Heiligkeit des Klosters, dass er diesen Ort auswählte, um das alljährliche Amitayus Ritual für sein langes Leben und gute Gesundheit dort durchführen zu lassen. So wurde er der größte Förderer des Klosters, in dem er ihm alle notwendigen Güter zum Lebensunterhalt spendete.
Unter der Regentschaft der königlichen Familie stand das Kloster mehrere Jahrzehnte lang in voller Blüte. Doch letztendlich konnte es sich dem unvermeidlichen Gesetz von Veränderung nicht erwehren. In der Entwicklung des Klosters gab es eine Menge von Höhen und Tiefen. Im letzten Jahrhundert ist die Zahl der dort lebenden Mönche immer weiter zurückgegangen und der Zustand des Klosters hat sich daraufhin weiter und weiter verschlechtert. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts war ein Leben im Kloster nicht mehr möglich und die Mönche mussten Schutz in Tingmosgang suchen, was den Niedergang des Klosters nur noch beschleunigte. Das frühere Kloster steht noch, doch es ist dringend restaurationsbedürftig. Das Kloster in seinem jetzigen Zustand weiter zu vernachlässigen würde bedeuten, es endgültig aufzugeben.