Anfang August 2010 hat Ladakh die bislang größte Naturkatastrophe des Landes erlebt, als es in weiten Teilen der Himalayaregion zu wolkenbruchartigen, heftigen Regenfällen kam. Innerhalb von wenigen Stunden gingen zahlreiche Erdrutsche und Schlammlawinen ab. Eine davon begrub große Teile der Hauptstadt Leh unter einer bis zu drei Meter dicken Schlammschicht und kostete innerhalb von wenigen Minuten über 600 Menschen das Leben. Im ganzen Land wurden große Zerstörungen verursacht, es gab hunderte Todesopfer und tausende Obdachlose in den niedrigeren Gebieten Ladakhs. Da die meisten Häuser aus ungebrannten Lehmziegeln gebaut werden, haben sie größeren Regenfällen (die so gut wie nie vorkommen) nichts entgegenzusetzen. Sie sind eingestürzt oder einfach weggespült worden. Besonders betroffen ist die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebende Bevölkerung in den Dörfern. Viele Felder und Bewässerungsanlagen sind durch die Wassermassen und Schlammlawinen zerstört, die Tiere wurden getötet, die Familien verloren ihre Lebensgrundlage.
Auch 18 Monate nach dem Unwetter in der indischen Himalajaregion Ladakh sind die Folgen noch nicht bewältigt. Straßen und Brücken sind zerstört und verschüttet, Telefonverbindungen sind instabil.
Durch einen im August 2010 sofort gestarteten Spendenaufruf konnten wir bis zum Spätherbst 2010 etwa 32.000 € als Sofortmaßnahmen an Menschen in Ladakh weiterleiten. Diese Gelder wurden vollständig durch uns vertraute Personen in zehn Dörfern, darunter auch die besonders betroffenen Gegenden von Sabhu, Choglamsar, Nyemo, Skyurbuchan und Tingmosgang, verteilt. Etwa 75 Großfamilien konnten mit Hilfe dieser Spenden ihre zerstörten Häuser reparieren oder erneuern, dringend benötigten Hausrat sowie Utensilien für die Landwirtschaft anschaffen, oder die durch die Unwetter zu Tode gekommenen Tiere, die für das Überleben der Bevölkerung so wichtig sind, ersetzen.
Allen Spendern möchten wir an dieser Stelle nochmals herzlichst danken!







